{"id":19,"date":"2008-05-17T23:01:59","date_gmt":"2008-05-17T21:01:59","guid":{"rendered":"http:\/\/www.dr-ahlborn.de\/wp\/?page_id=19"},"modified":"2008-05-21T11:18:22","modified_gmt":"2008-05-21T09:18:22","slug":"hlb-bluttest","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/www.dr-ahlborn.de\/?page_id=19","title":{"rendered":"HLB-Bluttest"},"content":{"rendered":"<p class=\"MsoNormal\"><strong>HLB-Stoffwechsel-Bluttest<br \/>\n(Heitan-LaGarde-Bradford)<\/strong><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">Zur Durchf\u00fchrung des HLB-Bluttests wird ein aus der Fingerbeere entnommener Blutstropfen (Kapillarblut) f\u00fcnfmal nacheinander auf einen Objekttr\u00e4ger getupft. Der Blutstropfen koaguliert (gerinnt) dabei nat\u00fcrlich in kurzer Zeit.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">Die Struktur, die dieser geronnene und ausgetrocknete Blutstropfen bildet, l\u00e4\u00dft R\u00fcckschl\u00fcsse zu auf chronisches Krankheitsgeschehen sowie Belastungen und Schw\u00e4chen bestimmter Organsysteme. Sie zeigt erfahrungsgem\u00e4\u00df Ver\u00e4nderungen, deren Verursachung mindestens vier Wochen alt ist, also mehr chronisches Geschehen. K\u00fcrzerfristige Einfl\u00fcsse (Alkohol am Vorabend &#8230; ) hinterlassen noch keine Spuren.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">Das Blut wird in der Praxis entnommen und untersucht. Zur Dokumentation erh\u00e4lt der Patient einen Ausdruck des mikroskopischen Bildes in 25- oder 40facher Vergr\u00f6\u00dferung mit einer kurzen Befundung.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">Zur Geschichte dieses Blutuntersuchungsverfahrens:<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">In der 1840er Jahren besch\u00e4ftigte sich der englische Arzt T.W. Jones mit den Mechanismen der Gerinnung des Blutes. 20 Jahre sp\u00e4ter fand der franz\u00f6sische Arzt A. Trousseau eine erh\u00f6hte Koagulabilit\u00e4t des Blutes bei Krebskranken. Auch P. Virchow (1845) besch\u00e4ftigte sich mit Thrombosen und Embolien und den Gerinnungseigenschaftgen und Verklumpungen des aus der Fingerbeere entnommenen Blutes.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">In der 20er Jahren beschrieb Heitan in Deutschland erste Austrocknungstests des Blutstropfens und versuchte diese diagnostisch zu beurteilen. LaGarde f\u00fchrte in den 30er Jahren in Frankreich \u00e4hnliche Untersuchungen durch, Bolen in den 40er Jahren in den USA. Seit den 50er Jahren besch\u00e4ftigt sich Robert W. Bradford (USA) mit der Entwicklung und Verfeinerung eines Tests zur Bestimmung des oxidativen Stresses im menschlichen K\u00f6rper. Ihm ist es zu verdanken, da\u00df die unterschiedlichen Ausformungen und Konfigurationen am Blutstropfen verschiedenen Erkrankungen zugeordnet werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">Das Forschungszentrum von Robert W. Bradford (The Robert W. Bradford Foundation) befindet sich in Los Altos, Californien. In den USA wurde der HLB-Test im April 1996 staatlich anerkannt.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">Genauere Beschreibung des Testverfahrens:<br \/>\nNach Desinfektion der Fingerbeere und Abdunsten des Desinfektionsmittels wird &#8211; wie bereits oben erw\u00e4hnt &#8211; ein Blutstropfen aus der Fingerbeere f\u00fcnfmal nacheinander auf einen Objekttr\u00e4ger getupft. Auf diesem entsteht jeweils (pro Tupfer) ein Film geronnenen Blutes, dessen Dicke von Tropfen zu Tropfen abnimmt.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">Beurteilungskriterien sind (beispielhaft):<\/p>\n<ul>\n<li>Die Geschlossenheit oder Zerrissenheit des Filmes. Die entstehenden L\u00f6cher, die unter dem Mikroskop wegen des durchscheinenden Lichtes wei\u00df erscheinen, stellen, vereinfacht dargestellt, das Ausma\u00df der Belastung dar. Bradford bezeichnete sie als &#8222;ROS-masses&#8220; (reactive oxygen species). Sie entstehen durch die Wirkung der sauerstoffgebundenen &#8222;freien Radikale&#8220;. Diese bewirken durch Ver\u00e4nderungen im Stoffwechsel der Zellen und Zellbestandteile das Auseinanderrei\u00dfen der normalerweise zu Geldrollen verklumpenden Erythrozyten, was die Bildung der erythrocytenfreien L\u00f6cher oder Lakunen zur Folge hat.<\/li>\n<li>Die Lokalisation dieser Lakunen.<\/li>\n<li>Die Beschaffenheit des sichtbar netzartig den Blutfilm zusammenhaltenden Fibrins.<\/li>\n<li>Verdickungen und Formver\u00e4nderungen dieses Fibringitters in gewissen Bereichen sind beispielsweise Hinweise auf toxische Belastungen oder Leberst\u00f6rungen.<\/li>\n<li>Die Form der Au\u00dfengrenze des Blutstropfens. Normal ist eine scharfe Begrenzung. Ein verd\u00fcnnendes &#8222;Ausflie\u00dfen&#8220; des Blutes kann Hinweis auf einen Vitamin C-Mangel sein.<\/li>\n<\/ul>\n<p class=\"MsoNormal\">Bedeutung und Wertigkeit dieses Bluttestverfahrens in der Praxis:<br \/>\nGrunds\u00e4tzlich spricht man bei der Beurteilung von Tests von Spezifit\u00e4t und Sensitivit\u00e4t. Spezifit\u00e4t bedeutet Sicherheit in der Aussage, Sensitivit\u00e4t Empfindlichkeit der Messung. Ein Test der sehr spezifisch ist, ist in der Regel nicht sehr sensibel und umgekehrt.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">Am Beispiel der Nierendiagnostik durch Blutuntersuchung sei dies erl\u00e4utert. In der klassischen Blutuntersuchung bestimmt man zum Feststellen einer Nierenerkrankung die harnpflichtigen (das hei\u00dft \u00fcber die Nieren auszuscheidenden) stickstoffhaltigen Endprodukte des Eiwei\u00dfstoffwechsels Kreatinin und Harnstoff. Sind diese in erh\u00f6hter Konzentration im Blutserum nachweisbar, dann liegt sicher (hohe Spezifit\u00e4t) eine Nierenerkrankung vor.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">Erkauft wird diese Sicherheit aber mit einer relativen Unempfindlichkeit des Verfahrens. F\u00fcr eine ganzheitlich-naturheilkundliche Vorgehensweise w\u00e4re dies aber sehr unbefriedigend. Gerade Nierenschw\u00e4chen und dadurch bedingte Entgiftungs- und Ausscheidungsprobleme k\u00f6nnen gut mit zum Beispiel pflanzlichen Arzneimitteln behandelt werden.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">Zu ihrer Feststellung eignet sich nun unter anderem der HLB-Bluttest sehr gut. Er ist diesbez\u00fcglich sehr empfindlich, zeigt also Nierenfunktionsst\u00f6rungen schon weit im Vorfeld der Manifestation durch die oben beschriebenen Erh\u00f6hungen von Kreatinin und Harnstoff an. Erkauft wird dies nun aber durch eine gewisse Unsicherheit (geringere Spezifit\u00e4t), was hier beispielsweise hei\u00dft, da\u00df die Nierenschw\u00e4chezeichen mit anderen Zeichen verwechselt werden k\u00f6nnen. Um dem zu entgehen, versucht man, den Verdacht auf Nierenschw\u00e4che durch andere Hinweise aus dem &#8222;Kriterienkatalog&#8220; zu erh\u00e4rten.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">F\u00fcr eine vorsorgende Blutdiagnostik ist es also sinnvoll, mehrere Blutuntersuchungsverfahren durchzuf\u00fchren, die sich in diesem Sinne erg\u00e4nzen: Die klassische Labordiagnostik (Leberwerte, Nierenwerte &#8230;..) mit einem oder mehreren ganzheitlichen Bluttestverfahren, wie z.B. HLB-Blutuntersuchung oder Dunkelfeldmikroskopische Blutuntersuchung.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>HLB-Stoffwechsel-Bluttest (Heitan-LaGarde-Bradford) Zur Durchf\u00fchrung des HLB-Bluttests wird ein aus der Fingerbeere entnommener Blutstropfen (Kapillarblut) f\u00fcnfmal nacheinander auf einen Objekttr\u00e4ger getupft. Der Blutstropfen koaguliert (gerinnt) dabei nat\u00fcrlich in kurzer Zeit. 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