{"id":20,"date":"2008-05-17T23:04:29","date_gmt":"2008-05-17T21:04:29","guid":{"rendered":"http:\/\/www.dr-ahlborn.de\/wp\/?page_id=20"},"modified":"2008-05-21T11:21:28","modified_gmt":"2008-05-21T09:21:28","slug":"dunkelfeld","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/www.dr-ahlborn.de\/?page_id=20","title":{"rendered":"Dunkelfeld"},"content":{"rendered":"<p><strong><a href=\"Keine\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-40\" title=\"dunkelfeld\" src=\"http:\/\/www.dr-ahlborn.de\/wp-content\/uploads\/2008\/05\/dunkelfeld.jpg\" alt=\"\" width=\"181\" height=\"120\" \/><\/a><br \/>\nDunkelfeldmikroskopische Blutuntersuchung<\/strong><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">Der Begriff <strong>Dunkelfeld <\/strong>beschreibt eine beim Mikroskopieren angewandte Beleuchtungstechnik, bei der das zu untersuchende Objekt von der Seite angeleuchtet und damit besonders plastisch dargestellt wird. Technisch wird dies mittels eines speziellen Kondensors umgesetzt.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">Im Dunkelfeld treten somit keine direkten Lichtstrahlen in das Objekt ein, sondern gebeugtes Licht. Die betrachteten Objekte werden selbstleuchtend, wodurch Einzelheiten erkennbar werden, die unter der theoretischen Aufl\u00f6sungsgrenze liegen. Die M\u00f6glichkeiten der Lichtmikroskopie werden dadurch also optimal ausgenutzt. Ein weiterer wesentlicher Vorteil dieser Technik ist der, da\u00df das unver\u00e4nderte, flie\u00dfende Blut mit noch lebenden Blutk\u00f6rperchen und anderen Blutbestandteilen dargestellt wird. (Im Gegensatz dazu steht der klassische, sehr h\u00e4ufig verwendete, Blutausstrich, bei dem eine m\u00f6glichst d\u00fcnne, also einzellige, Blutschicht auf einen Objekttr\u00e4ger aufgebracht und nach Antrocknung gef\u00e4rbt wird. Bewegungs- und Wachtumsph\u00e4nomene sind dabei nat\u00fcrlich nicht sichtbar.)<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">Technisch m\u00f6glich wurde die Dunkelfeldmikroskopie erst nach Erfindung einer entsprechend starken Lichtquelle, da durch die Reflexion viel Licht im Kondensor verlorengeht.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">Das Blut wird in der Praxis entnommen und sofort untersucht. Zur Dokumentation erh\u00e4lt der Patient einen Ausdruck des mikroskopischen Bildes in 1000facher Vergr\u00f6\u00dferung mit einer kurzen Befundung.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><strong>Zur Geschichte dieses Blutuntersuchungsverfahrens:<\/strong> <strong>Antoine B\u00e9champ (1816-1908)<\/strong>beschrieb als erster die im Dunkelfeld erkennbaren kleinsten Teilchen (die eine auff\u00e4llige Beweglichkeit zeigen) als &#8222;mikrozymas&#8220;, Kleinstlebewesen, aus denen seiner Theorie nach andere, h\u00f6her organisierte Lebewesen entstehen sollten. Es kam gegen Ende des 19. Jahrhunderts zwischen ihm und <strong>Luis Pasteur <\/strong>zum Gelehrtenstreit.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><strong>B\u00e9champ <\/strong>vertrat dabei die Annahme, da\u00df sich kleinste &#8211; im Dunkelfeld sichtbare &#8211; lebende Teilchen zu Viren, Bakterien und sogar Pilzen entwickeln k\u00f6nnten.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><strong>Pasteur<\/strong> nahm dagegen an, da\u00df jeder Mikroorganismus eine eigene Spezies darstellt, die sich nicht in andere Lebensformen umwandeln k\u00f6nne. Auf Pasteurs \u00dcberlegungen fundiert die gesamte heutige Mikrobiologie.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">Eine Diskussion dieser beiden Grundthesen findet heute leider im Grunde nicht mehr statt. Die Wissenschaft ist wie so oft vorschnell in eine Richtung gedr\u00e4ngt worden.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><strong>G\u00fcnther Enderlein (1872-1968) <\/strong>f\u00fchrte die \u00dcberlegungen B\u00e9champs weiter und entwickelte insbesondere eine dunkelfeldmikroskopische Blutdiagnostik, die die Erstellung eines Krankheitsprofiles zum Ziel hatte. Er stellte detaillierte Untersuchungen zur &#8222;Bakterien-Cyclogenie&#8220; der Organismen im menschlichen K\u00f6rper an und formulierte eine komplexe Nomenklatur der Blutbestandteile und der im Blut gefundenen Erscheinungsformen. Es entstanden Begriffe wie <em>Protit <\/em>(einfaches, im Dunkelfeld gerade noch sichtbares Teilchen), <em>Mychit, Filit <\/em>oder <em>Synchit. <\/em>Zur Beschreibung der im Dunkelfeld sichtbaren Erscheinungen wurden diese Begriffe teilweise \u00fcbernommen.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><strong>Genauere Beschreibung des Testverfahrens:<\/strong><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">Ein kleiner Blutstropfen wird nach Desinfektion aus der Fingerbeere (oder auch dem Ohrl\u00e4ppchen) entnommen, mit einem Deckgl\u00e4schen abgetupft und dieses auf den Objekttr\u00e4ger gelegt. Bei richtig abgesch\u00e4tzter Blutmenge ergibt sich zwischen Objekttr\u00e4ger und Deckglas eine nur 1 bis 2 Mikrometer dicke Blutschicht, was dazu f\u00fchrt, da\u00df die Erythrocyten (roten Blutk\u00f6rperchen) nur eine Schicht bilden und gut einzeln gesehen werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">Beurteilungskriterien sind (beispielhaft):<\/p>\n<ul style=\"margin-top: 0cm;\" type=\"disc\">\n<li class=\"MsoNormal\">Anzahl, Gr\u00f6\u00dfe, Form, Oberfl\u00e4chenbeschaffenheit, Beweglichkeit und Inhalt der Erythrocyten<\/li>\n<li class=\"MsoNormal\">Anzahl, Gr\u00f6\u00dfe, Form, Beweglichkeit und Inhalt (Lysosomen) der Leukocyten (wei\u00dfen Blutzellen) und Lymphocyten (Lymphzellen), also insgesamt der Abwehrzellen. (Das menschliche Blut hat ca. 1000 mal mehr rote als wei\u00dfe Zellen.)<\/li>\n<li class=\"MsoNormal\">Beschaffenheit des Plasmas (Serum, Blutwasser), dabei insbesondere die Frage, ob eine (zu fr\u00fch) beginnende Blutgerinnung erkennbar ist. Das w\u00e4re beispielsweise ein Hinweis f\u00fcr chronische Entz\u00fcndungen im K\u00f6rper.<\/li>\n<li class=\"MsoNormal\">Vorkommen von <em>Endobionten<\/em> im Plasma. Endobionten sind die von Enderlein beschriebenen obligaten (immer, also auch beim Gesunden vorkommenden) Blutparasiten. <em>Protiten<\/em>, die oben bereits erw\u00e4hnte h\u00e4ufigste und &#8222;normalste&#8220; Form kommen beispielsweise schlicht nach dem Essen geh\u00e4uft vor. Kommen h\u00f6her entwickelte Formen (bis hin zu Pilzformen) geh\u00e4uft vor, so ist dies je nach Ausma\u00df und Art ein Belastungs- bis hin zu Krebs-Zeichen oder -Hinweis und w\u00fcrde schlimmstenfalls Anla\u00df zu weiterer Diagnostik sein.<\/li>\n<\/ul>\n<p class=\"MsoNormal\"><strong>Bedeutung und Wertigkeit dieses Bluttestverfahrens in der Praxis:<\/strong> Grunds\u00e4tzlich spricht man bei der Beurteilung von Tests von <strong>Spezifit\u00e4t<\/strong> und <strong>Sensitivit\u00e4t<\/strong>. Spezifit\u00e4t bedeutet <em>Sicherheit<\/em> in der Aussage, Sensitivit\u00e4t <em>Empfindlichkeit<\/em> der Messung. Ein Test der sehr spezifisch ist, ist in der Regel nicht sehr sensibel und umgekehrt.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">Am Beispiel der Leberdiagnostik durch Blutuntersuchung sei dies erl\u00e4utert. In der klassischen Blutuntersuchung verwendet man zum Feststellen einer Lebererkrankung die sogenannten Transaminasen. Dies sind Enzyme (biologische Reaktionsvermittler und -Steuerer), die im Wesentlichen nur in den Funktionszellen der Leber vorkommen, weil sie eben dort wichtige Funktionen erf\u00fcllen. Ihr vermehrtes, das hei\u00dft \u00fcber definierte Grenzwerte hinausgehendes Vorkommen im Blutserum ist ein <em>sicheres <\/em>Zeichen einer signifikanten Lebererkrankung.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">Dieses Zeichen ist aber nicht sehr <em>empfindlich.<\/em> Es mu\u00df schon ein bedeutender Anteil der Leberzellen gesch\u00e4digt sein (\u00fcber 30%!), damit er &#8222;anspricht&#8220;. Das aber gen\u00fcgt mir in der naturheilkundlich-ganzheitlichen Diagnostik bei weitem nicht. Denn ich will nat\u00fcrlich auch die &#8222;geschw\u00e4chte&#8220;, &#8222;belastete&#8220; Leber bereits vorsorglich behandeln, <em>damit sie \u00fcberhaupt nicht erst manifest krank wird.<\/em><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">Um dies erkennen zu k\u00f6nnen, verwende ich unter anderem die <strong>dunkelfeldmikroskopische Blutuntersuchung<\/strong>. Diese ist nun umgekehrt <em>sehr sensitiv <\/em>(empfindlich)<em>, <\/em>erkennt also Leberst\u00f6rungen schon lange bevor sie eine Erh\u00f6hung der Leberenzyme (Transaminasen) erzeugen. Zwangsl\u00e4ufig hat dieser Test nun aber Schw\u00e4chen in der <em>Spezifit\u00e4t<\/em> (Sicherheit der Aussage). Das bedeutet hier praktisch, da\u00df die entsprechenden Hinweiszeichen im Dunkelfeld zum Beispiel auch andere Ursachen haben k\u00f6nnen (als die Leberbelastung). Da es nun f\u00fcr die Beurteilung des Blutes im Dunkelfeld eine lange Liste von Kriterien gibt, ist es bei der Befundung erforderlich, eine Vermutung (Leberschw\u00e4che) durch mehrere Kriterien zu erh\u00e4rten.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><em>F\u00fcr eine vorsorgende Blutdiagnostik ist es also sinnvoll, mehrere Blutuntersuchungsverfahren durchzuf\u00fchren, die sich in diesem Sinne erg\u00e4nzen: Die klassische Labordiagnostik (Leberwerte, Nierenwerte &#8230;..) mit einem oder mehreren ganzheitlichen Bluttestverfahren, wie z.B. Dunkelfeldmikroskopische Blutuntersuchung oder HLB-Bluttest.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dunkelfeldmikroskopische Blutuntersuchung Der Begriff Dunkelfeld beschreibt eine beim Mikroskopieren angewandte Beleuchtungstechnik, bei der das zu untersuchende Objekt von der Seite angeleuchtet und damit besonders plastisch dargestellt wird. Technisch wird dies mittels eines speziellen Kondensors umgesetzt. 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